Geld gespart! (Symbolfoto)

Dieser nicht ganz ernst gemeinte Beitrag befasst sich damit, ob man sich auf seiner Hochzeit lieber selbst um die Musik kümmern sollte oder einen DJ mit dieser Aufgabe betrauen sollte.

 

"So ein DJ kostet über 500 Euro - das kriegen wir selbst doch bestimmt besser hin!" - das denken sich einige Brautpaare, wenn sie sich auf die Suche nach einem DJ begeben und von den Preisen vielleicht erst einmal etwas überrascht sind. Warum das häufig eine Milchmädchenrechnung ist, möchte ich im Folgenden erläutern.

Natürlich könnte ich euch jetzt vorschlagen, einfach eure Stereoanlage von zu Hause, ein paar bunte Blinkelampen aus dem Baumarkt und euer Smartphone mit Spotify zu verwenden - aber ihr wollt ja eine professionelle Ton- und Lichtanlage und Musik, die euren und den Wünschen von euren Gästen entspricht und jederzeit zum Situation passt. Also genau so, wie es von einem DJ kommen würde.

Schritt 1: Professionelle Ton- und Lichtanlage mieten

Ton- und Lichtanlage (Symbolfoto)

In vielen Städten gibt es Veranstaltungs-Services, welche euch für einen günstigen Preis pro Tag professionelles Equipment vermieten. Ihr müsst es nur im Lager abholen (oder gegen eine Gebühr liefern lassen), es selbst einen Tag vor der Hochzeit (oder wie wäre es noch direkt am Morgen vor eurer Hochzeit?) aufbauen, am darauffolgenden Tag abbauen und nach dem Wochenende wieder zurück ins Lager des Verleihers bringen (oder es gegen Gebühr abholen lassen). Eine Ton-Anlage für die gängigsten Gesellschaftsgrößen kostet in der Miete pro Wochenende etwa 200 Euro. Jetzt noch ein Mischpult, zwei Funkmikrofone und einen CD-Player dazu - das kostet euch alles nur um die 150 Euro für das ganze Wochenende. Fehlt noch das Licht: Für eine 4er LED-Bar und zwei Lichteffekte und zwei Lichtstative zahlt man für ein Wochenende rund 100 Euro.

Schritt 2: Musiksammlung vorbereiten

Musiksammlung (Symbolfoto)

Sucht euch einfach im Internet die Playlisten der beliebtesten Hochzeits-Hits heraus und schließt ein Monatsabo bei Spotify für rund 10 Euro ab. Anschließend erstellt ihr noch Playlisten in Spotify - da muss man sich halt auch mal ein paar Stündchen hinsetzen und die Playlisten erstellen. Jetzt nur noch alles auf einen Laptop ziehen und die Musik wäre vorbereitet!
Das Spotify-Monatsabo ist euch zu teuer? Kein Problem, dann entweder das kostenlose Abo nutzen und alle paar Lieder dann halt Werbung hören, oder einfach die ganze Musik kostenlos in Top-Qualität (nicht) bei Youtube herunterladen! Ach, das bisschen Werbung vom Plattenlabel davor muss man auch nicht rausschneiden, oder den Typen der nach dem Lied noch zum Abonnieren seines Kanals auffordert...

Schritt 3: Die Feier

DJ (Symbolfoto)

Irgendwer wird sich schon finden, um auf eurem Laptop die Hintergrundmusik für das Essen zu starten, schnell ans Mischpult zu rennen und die Musik leiser zu drehen und das Mikrofon lauter zu drehen, wenn eine Rede ansteht, oder auch um euren Wunschtitel bei der Präsentation der Hochzeitstorte zu starten.
Während dem späteren Verlauf Feier sorgt die Party-Playliste für Stimmung nach eurem Eröffnungstanz, und wenn gerade mal ein Lied nicht passt, rennt halt irgendwer kurz hoch ans Laptop und drückt auf "next". Später werden dann sowieso eine Handvoll Gäste am Laptop stehen und einfach ihre Lieblingsmusik in die Playliste packen, und wenn ihnen die Musik der Anderen nicht gefällt einfach kurzerhand auch auf "next" drücken. Wird schon irgendwie, man braucht ja auch keine zueinander passenden Musikblöcke - AC/DC gefolgt von Helene Fischer und Scooter kommt immer gut an!
Und wenn's hart auf hart kommt, dann kann man ja auch einfach den Nachbarsjungen fragen, ob er nicht für 50 Euro den Abend über das Laptop bedient und die Musikwünsche eurer Gäste erfüllt.

Fertig: Eure eigene Feier ohne DJ!

Geld gespart! (Symbolfoto)

Na, mitgerechnet? Für das Equipment zahlt ihr bei einem Vermieter rund 450 Euro. Dem Nachbarsjungen zahlt ihr 50 Euro, und das bisschen Auf- und Abbauen vor und nach der Feier geht nebenbei während dem Dekorieren eurer Location. Ihr habt jetzt eine Hochzeitsfeier mit einem Brautkleid für 1000 Euro, einem Bräutigamsanzug für 800 Euro, einer Hochzeitstorte für 250 Euro, Stuhlhussen und Blumendeko für 400 Euro und Musik aus der Konserve für 500 Euro - da spart man dann doch schon einiges. Ein Profi-DJ hätte euch mindestens 500 bis 600 Euro gekostet, da seid ihr ohne den Nachbarsjungen ja glatt um 50-150 Euro günstiger - da könnt ihr als Gastgeschenke jetzt doch die tollen M&Ms mit eurem Foto drauf bestellen und beim Sektempfang noch Häppchen reichen! Das wird euren Gästen bestimmt in Erinnerung bleiben - wer braucht denn da schon einen guten DJ?

Fazit

Ja, ich male das jetzt doch etwas arg schwarz - aber das war auch die Intention dieses Artikels. Sicherlich kann man auch für einen günstigeren Preis eine Musikanlage mieten oder kennt wen, der sie einem kostenlos oder für einen Kasten Bier ausleiht, oder die heimische Stereoanlage reicht für die Feier im kleineren Kreis auch aus. Und ja, es gibt auch Brautpaare, welche mit einer Playliste auch für Stimmung gesorgt haben und kein Chaos am Musik-Laptop hatten. Die Entscheidung trefft letztlich ihr selbst: Möchtet ihr euch selbst den Stress und die Arbeit machen, die Ton- und Lichtanlage oder die Musik für die Feier selbst vorzubereiten, möchtet ihr einem eurer Gäste zumuten, sich um die Musik auf der Feier zu kümmern und nicht selbst mitzufeiern oder einen Bekannten als Hilfsdienstleister nutzen? Oder wollt ihr eine entspannte Vorbereitungszeit mit Tipps vom Profi-DJ, welcher sich um einen reibungslosen Ablauf der Feier kümmert und während der gesamten Veranstaltungsdauer für euch voll bei der Sache ist und euch auch am Abend selbst mit Rat und Tat zur Seite steht, der weiß wie man das Publikum "liest" und immer die richtige Musik zum richtigen Zeitpunkt parat hat, auch ohne Internetverbindung? Dann entscheidet euch aufgrund dieser beispielhaften Darstellung einer Hochzeit ohne DJ - ich nehme es euch natürlich nicht übel, wenn ihr die Feier lieber ohne DJ machen wollt - aber mit DJ kann sie für euch, eure Gäste und Trauzeugen sicherlich um einiges entspannter und "runder" werden.